Die Steinmeyerorgel

 von 1927

 

Die Steinmeyer-Orgel

 

Am 17. Juli 1927 wurde die erste große Orgel der Stadtpfarrkirche St. Anton eingeweiht. Die renommierte Orgelbaufirma Steinmeyer aus Oettingen baute ein dreimanualiges Werk mit 46 Registern, einer gewaltige Stimmenzahl. Einschließlich Gehäuse- und Bildhauerarbeiten summierte sich die Kaufsumme auf 38.710 RM, für die damalige Zeit sehr viel Geld. Zuvor stand wohl eine kleine, vermutlich gebrauchte Orgel in der Kirche. Es gab bereits einen Kirchenchor und einen Chorverein St. Anton, was bezeugt, dass die Kirchenmusik in dieser Pfarrei seit jeher einen hohen Stellenwert hatte. So war der Pfarrgemeinde auch die Anschaffung einer Orgel einiges wert. In unserer Zeit würde der Neubau eines Instrumentes dieser Größenordnung nahezu 1 Million Euro kosten.

Ihre Disposition war folgende:

        I. Hauptwerk

  1. Tibia major 16'
  2. Principal 8'
  3. Bourdun 8'
  4. Gamba 8'
  5. Oktave 4'
  6. Gemshörnlein 4'
  7. Cornet 3-5fach
  8. Mixtur 4fach
  9. Trompete 8'

      II. Positiv

  1. Geigenprinzipal 8'
  2. Liebl. Gedeckt 8'
  3. Quintatön 8'
  4. Salicional 8'
  5. Vox coelestis 8'
  6. Fugara 4'
  7. Spitzflöte 4'
  8. Schweizerpfeife 2'
  9. Sesquialter 2fach
  10. Klarinette 8'
  11. Tremulant

     III. Oberwerk

  1. Rohrflöte 16'
  2. Hornprincipal 8'
  3. Zartflöte 8'
  4. Nachthorn 8'
  5. Prinzipal 4'
  6. Traversflöte 4'
  7. Nasard 2 2/3'
  8. Waldflöte 2'
  9. Scharff 3fach
  10. Rankett 16
  11. Krummhorn 8'
  12. Regal 4'
  13. Tremulant

     Pedalwerk

  1. Principalbass 16'
  2. Subbass 16'
  3. Zartbass 16'
  4. Quinte 10 2/3'
  5. Octavbass 8'
  6. Gedecktbass 8'
  7. Choralbass 4'
  8. Sifflöte 2'
  9. Mixtur 4fach
  10. Posaune 16'
  11. Rankett 16'
  12. Krummhorn 8'
  13. Regal 4'
        Koppeln:
  • III-I
  • II-I
  • Sub I
  • Super I
  • Super III-I

  • III-II
  • Sub II
  • Super II

  •  Super III

  • I-Ped
  • II-Ped
  • III-Ped

Diese Orgel wurde im Krieg durch die Bombardierung der Kirche vollständig zerstört. Heute werden die wenigen Steinmeyer-Orgeln aus dieser Zeit als Denkmalinstrumente hoch geschätzt.

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